Erneuerbare Energien: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Bürgerenergie Jena
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Während die Stromversorgung durch die Stadtwerke in Jena seit 2013 bereits zu 100% auf der Basis Erneuerbarer Energien erfolgt und Deutschland-weit zu etwa 20% und insgesamt gut vorankommt, basiert die Wärmeversorgung nur zu 1 bis 2% auf Erneuerbaren Energien.  
Während die Stromversorgung der Haushalte durch die Stadtwerke in Jena seit 2013 - basierend auf Herkunftsnachweisen - bereits zu 100% auf der Basis Erneuerbarer Energien erfolgt und Deutschland-weit zu etwa 60% und insgesamt gut vorankommt, basiert die Wärmeversorgung bisher nur zu wenigen Prozent auf Erneuerbaren Energien.


Die Strombeschaffung der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck zu 100% mit Ökostrom erfolgt zum größten Teil aus europäischer Wasserkraft (Österreich, Norwegen, Deutschland). Nach diesem Etappen-Erfolg, ist es nun Ziel, die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aus Anlagen der Region (siehe [[Thüringer Landstrom]]) und insbesondere aus eigenen Anlagen der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (inklusive Beteiligungen) zu erhöhen.  
Die Bereitstellung von Strom (Elektrizität) aus Erneuerbaren Energiequellen (EE) macht gute, wenn auch in Jena nicht hinreichende Fortschritte. Diese Aussage für Jena oder regional für Jena und Umgebung oder Thüringen quantiativ zu fassen ist schwierig, weil es da verschiedene Perspektiven und Möglichkeiten der räumlichen Abgrenzung gibt, die hier beleuchtet werden sollen. Wir beginnen mit Thüringen, weil Jena nie energetisch autark sein kann.  


Die Stromproduktion der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH aus eigenen Anlagen (inklusive Beteiligungen) zur Nutzung erneuerbarer Energien beträgt derzeit (Februar 2014) eta 30 GWh (= Mio kWh). Ein derzeit (2014) diskutiertes Ziel ist es, diese eigene Stromproduktion bis zum Jahr 2020 auf 70 GWh, also um 133% zu erhöhen. Damit würden 47% des derzeitigen Stromverbrauches der Jenaer Haushalte und kommunaler Einrichtungen mit EE-Strom eigener Produktion gedeckt, der derzeit (2014) etwa 150 GWh/a beträgt.


Die Förderung des Ausbaus Erneuerbarer Energien ist auch eines der vorrangigen Anliegen der BürgerEnergie Jena eG. Dies kann durch diesbezügliche Unterstützung der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH und weitere Unternehmen (z.b. KSJ, Schulen, ...) und durch bürgerschaftliches Engagement geschehen. Die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien eignen sich auch hervorragend für bürgerschaftliches Engagement. [[Image:Bund EE Strom 2010.jpg|thumb|250px]] "Mehr als jedes zweite von erneuerbaren Energien gespeiste Kraftwert befindet sich bereits in der Hand von Privatleuten und Landwirten, individuell oder genossenschaftlich organisiert." (H. Weiger: "Die Wende durchsetzen", BUNDmagazin 1/2013, S. 13). [[Image:Bund EE Strom 2010.jpg|thumb|250px]]
== Strombeschafftung der Stadtwerke Jena ==


"Mehr als jedes zweite von erneuerbaren Energien gespeiste Kraftwert befindet sich bereits in der Hand von Privatleuten und Landwirten, individuell oder genossenschaftlich organisiert." (H. Weiger: "Die Wende durchsetzen", BUNDmagazin 1/2013, S. 13).  
Die Strombeschaffung der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck zu 100% mit Ökostrom erfolgt zum größten Teil aus europäischer Wasserkraft (Skandinavien, Frankreich, Österreich, Deutschland, Schweiz, Skandinavien) mit Herkommensnachweisen, die durch den TÜV-Nord zertifiziert sind. Nach diesem Etappen-Erfolg, ist es nun Ziel, die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aus eigenen Anlagen der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (inklusive Beteiligungen) und insbesondere aus Anlagen der Region (Thüringen) zu erhöhen.  


== Bürgersolaranlagen ==
== Stromerzeugung im Netzbereich der Stadtwerke Energie Jena ==
 
Nach Angaben des Marktstammdatenregisters (https://www.marktstammdatenregister.de) gibt es in Jena Anfang  des Jahres 2025 insgesamt 2755 PV-anlagen mit einer Gesamtleistung von 27,7 MW.
 
darunter 2,4 MWp (2 MW) vom [[Solarpark Ilmnitz]], der als Freiflächenanlage auf der ehemaligen Hausmülldeponie vom Kommunalservice Jena (KSJ) betrieben wird.)
Alle anderen PV-Anlagen in Jena haben eine Leitung von kleiner als 700 kWp.
 
Im Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung (Februar 2025) wird berichtet, dass in Jena am 13.12.2024 insgesamt 2669 PV-Anlagen gelistet sind mit einer Nettoleitung von 24,6 MW, wobei 90% der Anlagen nicht größer als 10 kWp sind und 55% kleiner als 5 kWp.
 
Laut Martstammdatenregister sind 2028 PV-Anlagen in Jena bauliche Anlagen, i.d.R. Auf-Dach-Anlagen, davon haben 22 eine Leistung größer 100 kWp, davon 3 im Eigentum der Stadtwerke Energie Jena Pößneck GmbH (Sparkassenarena 237 kWp, Jenaer Nahverkehr 200 kWp, Schwimmsporthallte Lobeda-West 135 kWp).
 
8 Anlagen sind Freiflächenanlagen (davon außer der vorgenannten 2,4 MW-Anlage, noch eine 634 kWp-Anlage in Issertedt, die weiteren 6 Anlagen mit nur je wenigen kWp)
und die restlichen
719 Anlagen sind "Balkonkraftwerke" (Steckerfertig Anlagen)
 
Weiterhin:
* 9,5 MW Windkraft (6 Anlagen, neben 2 kleineren Anlagen bis 100 kW handelt es sich um je 2 in Bucha bzw. Dornburg/Camburg mit 2,3 bzw. 2,5 MW)
* 6,8 MW Biomasse (8 Anlagen, davon die u.g. Anlagen in Hermsdorf, Zwätzen und Milda/Zimmeritz mit 4,3 MW)
* 4,2 MW Wasserkraft (10 Anlagen, davon 2,4 MW die u.g. Anlagen am Burgauer-, Rasenmühlen- und Paradieswehr)
* 1,1 MW Deponiegas (4 Anlagen)
 
== Anlagen zur Gewinnung Erneuerbarer Energien der Stadtwerke Energie Jena - Pößneck GmbH, Beteiligungen oder anderen Unternehmen in Jena<br> ==
 
[[Image:PV SWEJP.jpg|thumb|250px]]
 
Ingesamt wurden 24,9 MW elektrische Leistung installiert, davon
* 21,9 MW durch Beteiligung an Windkraftanlagen an Land (onshore, 13,9 MW) in verschiedenen Bundesländern, einschließlich Thüringen und in der Nordsee (offshore, Borkum, 7 MW).
 
Kleinere Leistungen sind in der Region installiert mit
(2,3 MW (el.) das Biomasse-Heizkraftwerke Hermsdorf, wurde wegen gestiegenen Holzpreises auf Erdgas und Großwärmepumpe umgestellt)
* 1,1 MW ist mit den Biogasanlagen und ein noch kleinerer (0,5 MW) mit PV-Anlagen.
 
Bei der Stromerzeugung sieht es aufgrund der Stetigkeit der Bioenergieanlagen etwas günstiger für die in Jena installierten Anlagen aus:
Von den insgesamt 75 GWh, die erneuerbar von den Stadtwerke Energie Jena - Pößneck GmbH (SWEJP) und und deren Beteiligungen erzeugt wurden stammen 54 GWh aus den o.g. Windkraftanlagen und 21 GWh aus den Biogasanlagen (8,6 GWh) und vor allem aus dem Biomasseheizkraftwerk Hermsdorf (11,9 GWh). Ein relativ kleiner Anteil von 0,449 GWh stammt aus PV-Anlagen.
Die stetige Energieproduktion mit den Bioenergieanlagen wird auf die Dauern nicht sinnvoll sein, weil deren Hauptvorteil gegenüber der EE-Produktion aus Wind und PV in der Speicherbarkeit liegt, also dann flexibel zum Einsatz kommen sollte, wenn der Wind nicht ausreichend weht und die Sonne nicht genügend scheint. Außerdem ist der Flächenbedarf für die Erzeugung von Bioenergie im Vergleich zu Wind und Sonne deutlich höher. In der Region Jena besteht aber Flächenmangel. Die Bioenergie ist künftig von Bedeutung für den flexiblen Einsatz von Regelenergie. Die mengenmäßig entscheidenden Beiträge für EE werden aus PV und Windenergie kommen müssen.


Viele Jenaer Bürger haben auf ihren privaten Immobilien (z.B. Wohnhäusern) Solaranlagen (Photovoltaik und Photothermie) erreichtet und betreiben diese. Auf öffenlichen Gebäuden gibt es in Jena zwei [[Bürgersolaranlage]]n, an denen Jenaer Bürger anteilig beteiligt sind.  
Der insgesamt von SWEJP und ihren Beteiligungen (Thüga, Trianel) erneuerbar erzeugte Strom von 75 GWh ist etwa 27% des Betrages, den die SWEJP pro Jahr an Strom vertreibt (281 GWh). Die 21 GWh, die die SWEJP in eigenen Anlagen erneuerbar erzeugt, sind 7,5% des von den SWEJP vertriebenen Stroms.  


<br>
Die energetische Verwertung des Bioabfalls der Stadt Jena ist bisher nicht gelungen.


== Anlagen zur Gewinnung Erneuerbarer Energien der Stadtwerke Energie Jena - Pößneck GmbH oder Tochterunternehmen<br>  ==
Nachfolgend werden die Anlage zur Erzeugung von EE aus Anlagen der SWEJP und deren Beteiligungen im Detail genannt, wobei auch Anlagen aus dem Stadtbereich anderer Eigentümer (mit * gekennzeichnet) einbezogen werden.


[[Image:PV SWEJP.jpg|thumb|300px]]
Quellen:
* ThINK- Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Kurzbericht zur Umsetzung des Leitbildes Energie und Klimaschutz der Stadt Jena. Monitoring 2017. Auftraggeber: Stadt Jena, Jena, Januar 2018


Ingesamt wurden (incl. im Bau) 17 MW elektrische Leistung installiert mit Jahresleistungen von 44.980 MWh thermischer Arbeit und 70.663 MWh elektrischer Arbeit.  
* https://www.stadtwerke-jenagruppe.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/GB2016/swj_zahlenspiegel_2016_web.pdf


*Photovoltaik (PV)-Anlagen
=== Photovoltaik (PV)-Anlagen ===


{| cellspacing="1" cellpadding="1" border="1" style="width: 500px"
{| border="1" cellspacing="1" cellpadding="1" style="width: 500px"
|-
|-
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Elektrische Leistung  
Elektrische Leistung  


[kW]  
[kWp]  
 
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Thermische Leistung
 
<br>


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|-
|-
| Jena Ernst-Abbe-Sportfeld  
| Jena Ernst-Abbe-Sportfeld (nicht mehr in Betrieb wegen Stadionneubau)
| style="text-align: right" | 19<br>  
| style="text-align: right" | 19<br>  
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 15<br>
| style="text-align: right" | 15<br>
|-
|-
| Jena Grietgasse<br>  
| Jena Grietgasse<br>  
| style="text-align: right" | 3,4<br>  
| style="text-align: right" | 3,4<br>  
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 2<br>
| style="text-align: right" | 2<br>
|-
|-
| Jena Göschwitzer Straße<br>  
| Jena Göschwitzer Straße<br>  
| style="text-align: right" | 89,6<br>  
| style="text-align: right" | 89,6<br>  
| style="text-align: right" | 74<br>
| style="text-align: right" | 74<br>
| style="text-align: right" | 74<br>
|-
|-
| Jena Werner-Seelenbinder- Straße<br>  
| Jena Werner-Seelenbinder- Straße<br>  
| style="text-align: right" | 117<br>  
| style="text-align: right" | 117<br>  
| style="text-align: right" | <br>  
| style="text-align: right" | 109<br>
| style="text-align: right" | 104<br>
|-
| Sparkassen-Arena Jena-Burgau<br>
| style="text-align: right" | 237,5<br>
| style="text-align: right" | 221<br>
|-
| [[Jenaer Nahverkehr Betriebshof Burgau]]<br>
| style="text-align: right" | 200<br>
| style="text-align: right" | 168<br>
|-
| Schwimmsporthalle Lobeda-West<br>
| style="text-align: right" | 135<br>
| style="text-align: right" | 125<br>
|-
| [[Solarpark Ilmnitz]]*<br>
| style="text-align: right" | 2140<br>
| style="text-align: right" | 2000<br>
|-
| Summe <br>
| style="text-align: right" | 2806<br>  
| style="text-align: right" | 2588<br>
|}
|}
* Kommunalservice Jena (KSJ)
<br>
Im Jahr 2015 wurde in [[Solarthermieanlage in Winzerla]] als Pilotprojekt zur Erprobung der Einspeisung ins Fermwäremetz installiert.


<br>
=== Wasserkraft-Anlagen ===


*Wasserkraft-Anlagen
[[Image:Paradieswehr.jpg|thumb|250px]]


{| cellspacing="1" cellpadding="1" border="1" style="width: 500px"
{| border="1" cellspacing="1" cellpadding="1" style="width: 500px"
|-
|-
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Thermische Leistung
 
<br>
 
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Elektrische Arbeit  
Elektrische Arbeit  


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| Remderoda<br>  
| Remderoda<br>  
| style="text-align: right" | 18<br>  
| style="text-align: right" | 18<br>  
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 124<br>
| style="text-align: right" | 124<br>
|-
|-
| Mühltal<br>  
| Mühltal<br>  
| style="text-align: right" | 15<br>  
| style="text-align: right" | 15<br>  
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 100<br>
| style="text-align: right" | 100<br>
|-
|-
| Paradieswehr<br>  
| Paradieswehr*<br>  
| style="text-align: right" | 620<br>  
| style="text-align: right" | 620<br>  
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 2.556<br>
| style="text-align: right" | 2.556<br>
|-
|-
| Rasenmühlenwehr<br>  
| Rasenmühlenwehr*<br>  
| style="text-align: right" | 618<br>  
| style="text-align: right" | 618<br>  
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 2.432<br>
| style="text-align: right" | 2432<br>
|-
|-
| Burgauer Wehr<br>  
| Burgauer Wehr*<br>  
| style="text-align: right" | 1.200<br>  
| style="text-align: right" | 1.200<br>  
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 4.478<br>
| style="text-align: right" | 4.478<br>
|-
| Summe<br>
| style="text-align: right" | 2.471<br>
| style="text-align: right" | 9.690<br>
|}
|}
* Die 3 größeren der genannten Anlagen sind nicht im Eigentum der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, sondern im Eigentum der enPlan Wasserkraftwerke Jena GmbH & Co. KG mit Sitz in Lossatal (Sachsen).


<br>  
<br>
 
=== Biomasse-Anlagen ===
 
[[Image:Biogas Zwaetzen.jpg|thumb|250px]]


*Biomasse-Anlagen
[[Image:HeizkraftwerkHermsdorf.jpg|thumb|250px]]  
[[Image:PV SWEJP.jpg|thumb|300px]]  


{| cellspacing="1" cellpadding="1" border="1" style="width: 500px"
{| border="1" cellspacing="1" cellpadding="1" style="width: 500px"
|-
|-
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! scope="col" | <br>  
Zeile 123: Zeile 170:
Elektrische Leistung  
Elektrische Leistung  


[kW]  
[MW]  


! scope="col" |  
! scope="col" |  
Thermische Leistung  
Thermische Leistung  


<br>
[MW]


! scope="col" |  
! scope="col" |  
Elektrische Arbeit
Stromproduktion
 
[GWh/a]


[MWh/a]
! scope="col" |
Wärmeproduktion


[GWh/a]
|-
|-
| Biomasseheizkraftwerk<br>  
| ([[Biomasseheizkraftwerk Hermsdorf]])*<br>  
| style="text-align: right" | 2.300<br>  
| style="text-align: right" | (2,3)<br>  
| style="text-align: right" | 34.700<br>  
| style="text-align: right" | (8)<br>  
| style="text-align: right" | 15.960<br>
| style="text-align: right" | (12)<br>
| style="text-align: right" | (32)<br>
|-
|-
| [[Biogas Jena GmbH & Co. KG|Biogasanlage Zwätzen]]<br>  
| [[Biogas Jena GmbH & Co. KG|Biogasanlage Zwätzen]]<br>  
| style="text-align: right" | 1.417<br>  
| style="text-align: right" | 1,4<br>
| style="text-align: right" | 10.250<br>  
| style="text-align: right" | <br>  
| style="text-align: right" | 9.895<br>
| style="text-align: right" | 10<br>
| style="text-align: right" | 10<br>
|-
| [[Biogasanlage Zimmritz| Biogas Milda]]<br>
| style="text-align: right" | 0,6<br>
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 4,8<br>
| style="text-align: right" | <br>
|-
| Summe<br>
| style="text-align: right" | 2,0<br>
| style="text-align: right" | <br>
| style="text-align: right" | 14,8<br>
| style="text-align: right" | 10 <br>  
|}
|}
*Das Biomasse-Heizkraftwerke wird seit 2019/2020 aus Gründen gestiegener Holzkosten nicht mehr mit Holz, sondern mit fossilem Erdgas betrieben, aber mit Wärmepumpen.
Quellen:
*[http://www.stadtwerke-jena.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Infomaterial/GF_Berichte/Geschaeftsbericht_2015.pdf Geschäftsbericht der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck 2015]
*[http://www.jenapolis.de/2012/06/biogas-jena-feiert-5-jubilaeum/ http://www.jenapolis.de/2012/06/biogas-jena-feiert-5-jubilaeum/]


[http://www.jenapolis.de/2012/06/biogas-jena-feiert-5-jubilaeum/ http://www.jenapolis.de/2012/06/biogas-jena-feiert-5-jubilaeum/]
=== Windkraft-Anlagen ===


*Windkraft-Anlagen
{| border="1" cellspacing="1" cellpadding="1" style="width: 500px"
 
{| cellspacing="1" cellpadding="1" border="1" style="width: 500px"
|-
|-
! scope="col" | <br>  
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! scope="col" |  
Elektrische Leistung  
Elektrische Leistung
 
(Anteil)
[kW]  
[MW]  
 
! scope="col" |
Thermische Leistung
 
<br>


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Elektrische Arbeit  
Elektrische Arbeit  


[MWh/a]  
[GWh/a]  


|-
|-
| Anteil am Onshore-Windpark Ernsthausen<br>  
| 1,9% Anteil am Offshore-Windpark Borkum<br>
| style="text-align: right" | 3.600<br>  
| style="text-align: right" | 7<br>
| style="text-align: right" | <br>  
| style="text-align: right" | 25<br>
| style="text-align: right" | 7.055<br>
|-
| 4,1% Anteil an Trianel Onshore Windkraftwerke, Aachen<br>  
| style="text-align: right" | 3<br>  
| style="text-align: right" | 6<br>
|-
| 4,8% Anteil an Thüga Erneuerbare Energien, München<br>  
| style="text-align: right" | 11*<br>
| style="text-align: right" | 23<br>
|-
|-
| Anteil am Offshore-Windpark Borkum (im Bau)<br>  
| Summe Windkaft (anteilig)<br>  
| style="text-align: right" | 7.000<br>
| style="text-align: right" | 21<br>  
| style="text-align: right" | <br>  
| style="text-align: right" | 54<br>
| style="text-align: right" | 27.868<br>
|}
|}
*davon 1,8 MW Anteil an Thüringer Windparks (Wangenheim/Hochheim, Rastenberg, Olbersleben)


Quelle: [[Media:Grosse_Anfrage_Nachhaltigkeit_2011.pdf|Beantwortung der Großen Anfrage der Stadtratsfraktion B90/Grüne, 06/2011]]  
Quellen:  
*[[Media:Grosse_Anfrage_Nachhaltigkeit_2011.pdf|Beantwortung der Großen Anfrage der Stadtratsfraktion B90/Grüne, 06/2011]]  
*[http://www.stadtwerke-jena.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Infomaterial/GF_Berichte/Geschaeftsbericht_2015.pdf Geschäftsbericht der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck 2015]
*Geschäftsbericht der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck 2016
* https://www.stadtwerke-jena.de/privatkunden/unternehmen/energieerzeugung/erneuerbare-energien.html
* https://ee.thuega.de/projekte/windparkportfolio.html


<br> Zitat von www.stadtwerke-jena.de vom 26.4.2013
== Bürgersolaranlagen  ==


Im vergangenen Jahr (2012) haben die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck und ihre Unternehmenstöchter insgesamt etwa 27,3 Millionen Kilowattstunden Strom und 45,7 Millionen Kilowattstunden Wärme in eigenen Anlagen aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 15.000 Haushalten, mit der Wärme könnten rund 2.200 Einfamilienhäuser ein Jahr lang beheizt werden. Diese Zahlen veröffentlichte das Unternehmen anlässlich des „Tages der erneuerbaren Energien“, der bundesweit am 27. April 2013 begangen wird.  
Viele Jenaer Bürger haben auf ihren privaten Immobilien (z.B. Wohnhäusern) Solaranlagen (Photovoltaik und Photothermie) erreichtet und betreiben diese. Auf öffentlichen Gebäuden gibt es in Jena 4 [[Bürgersolaranlage]]n mit einer Gesamtleistung von 147,5 kWp, an denen Jenaer Bürger anteilig beteiligt sind.  


Spitzenreiter bei der „grünen“ Energieerzeugung war das Biomasseheizkraftwerk Hermsdorf mit 15,4 Millionen erzeugten Kilowattstunden Strom und 34,3 Millionen Kilowattstunden Wärme. Weiteres wichtiges Standbein der regenerativen Energieerzeugung war die Biogasanlage in Jena-Zwätzen, die 10,7 Millionen Kilowattstunden Strom und 10,3 Millionen Kilowattstunden Wärme in die Jenaer Versorgungsnetze einspeiste. Darüber hinaus haben die Stadtwerke Energie in Jena und der Region Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien angepachtet, aus denen weitere 58 Millionen Kilowattstunden Strom in die Netze eingespeist wurden.
<br>


Insgesamt betreiben die Jenaer Stadtwerke zwölf eigene und neun gepachtete Erneuerbare-Energie-Anlagen in Jena und der Region. Neben „Schwergewichten“ wie der Biogasanlage in Jena-Zwätzen oder dem Biomasseheizkraftwerk in Hermsdorf gehören dazu auch kleinere Anlagen wie die Trinkwasserturbine im Hochbehälter Remderoda oder die Photovoltaikanlage auf dem Geschäftsgebäude der Stadtwerke Energie. Der erzeugte Strom der Anlagen wird komplett ins öffentliche Netz eingespeist und verdrängt so den „normalen“ Strom, der beispielsweise in Atomkraftwerken produziert wird. <br>
== Aktivitäten der BürgerEnergie Jena ==


== Solarpark Ilmnitz  ==
Innerhalb der BürgerEnergie Jena eG befasst sich die [[Arbeitsgruppe 5: Erneuerbare Energieprojekte]] mit Projekten zu Erneuerbaren Energien in der Region. Bisher betreibt die BürgerEnergie Jena eG noch keine eigenen EE-Anlagen.


Der Kommunalservice Jena (KSJ) errichtete auf dem Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie den Bau eines Solarparks mit 15.293 Quadratmeter PV-Generatorfläche. Die mit polyrkistallin Modulen ausgestattete Anlage hat eine Leistung von 2,14 MW. Bei 1000 Sonnenstunden im Jahr entspricht der zu erwartende Ertrag dem mittleren Jahresverbrauch an Elektroenergie von 1300 bis 1400 Jenaer Haushalten. Mehr dazu unter [[Solarpark Ilmnitz]]
Die [[Arbeitsgruppe 3: Unsere Erwartungen an die Unternehmenspolitik der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck]] entwickelt Vorschläge, wie die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck den Ausbau der Erneuerbaren Energie fördern können.  


== Diskussion von Grenzen Erneuerbarer Energie-Ressourcen in der Region  ==
Die BürgerEnegie Jena eG ist an benachbarten BürgerEnergie-Genossenschaften beteiligt, die EE-Anlagen errichtet:
* BürgerEnergie Saale-Holzland eG
* Energiegenossenschaft Rittersdorf eG
* Bürgerkraft Thüringen eG


*Bioenergie
Die BürgerEnergie Saale-Holzland eG hat PV-Anlagen in Jena errichtet:
* Gesamtschule "Universaale" am Rasenmühlenwehr: 40 kWp
* Tierheim Jena: 16 kWp
weitere sind geplant:
* Ganztagsschule Steinmaleins Jena (Susanne-Bohl-Str. 2): 30 kWp
* Kita Billy (Ammerbacher Str. 23): 30 kWp


Biomasse liefert derzeit mit über 80 Prozent den größten Anteil an den erneuerbaren Energien in Thüringen (Quelle: [http://www.biobeth.de/ueber-uns/biobeth.html http://www.biobeth.de/ueber-uns/biobeth.html]). Bis zum Jahr 2020 sollen 45 Prozent des Nettostromverbrauchs mit erneuerbaren Energien (2008: 21,6 Prozent) abgedeckt und der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergieverbrauch auf 30 Prozent (2008:15,4 Prozent) erhöht werden. Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie schätzt, dass 20-30% der Landwirtschaftlichen Nutzfläche für Bioenergie-Gewinnung (Mais, Stroh, u.a.) genutzt werden kann, ohne die Nahrungsgüterproduktion einzuschränken, d.h. durch Nutzung von ansonsten brach liegender Flächen. Das für die Holzaufkommen im Saale-Holzland-Kreis (SHK) deckt nicht den Bedarf für Biomasseheizkraftwerke in Hermsdorf, Schkölen und Schlöben); zusätzlicher Holzbedarf wird bereits in den SHK "importiert".
Die Energiegenossenschaft Rittersdorf eG betreibt verschiedene PV-Anlagen darunter eine Freiflächenanlage (1,5 MWp) und ist finanziell an 2 Windkraftanlagen beteiligt.  
 
*Wasserkraft
 
Im Bereich der Stadt Jena gibt es 3 Wasserkraftwerke (Burgauer-, Rasenmühlen-, Paradieswehr). Ein ehemals vorhandenes Kunitzer Wehr durfte aus artenschutzrechlichen Gründen nicht errichtet werden, obwohl die Finanzierung im "Konvoi" mit den beiden letztgenannten Krafwerken gesichert war - nicht wieder errichtet werden.
 
<br>
 
== Geplante Biogasanlage zur Nutzung biogeneer Abfälle  ==
 
"Eine für den vorhandenen Biomasseanfall der Stadt Jena ausgelegte und geplante Biogasanlage würde im Jahr ca. 5.400 MWh Wärme und parallel ca. 5.20 0 MWh Strom erzeugen und in die Jenaer Netze einspeisen....
 
Da am Standort Jena die Biomasse nicht separat erzeugt werden muss, sondern vorhanden ist und derzeit energetisch ungenutzt auf externen Kompostieranlagen verrottet, stellt sich diese Art der Biogaserzeugung jetzt wie auch zukünftig als die ökologisch nachhaltigste dar. Durch den Gesetzgeber wird die Biogaserzeugung aus Bioabfall vom Gesetzgeber bei weitem nicht so gut gefördert wie die Vergärung von Mais oder Getreide. Daher wird nach der genehmigungsrechtlichen Klärung noch die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung erfolgen, bevor mit einer derartigen Anlage zu rechnen ist.
 
Der Standort auf der ehemaligen Erdstoffdeponie Ilmnitz bietet aus Sicht der Stadt die besten Voraussetzungen für die Errichtung einer solchen Biogasanlage, da hier die notwendige Kraftwärmekopplung sehr effizient umgesetzt werden kann."
 
Zitiert aus: [[Media:Grosse_Anfrage_Nachhaltigkeit_2011.pdf|Beantwortung der Großen Anfrage der Stadtratsfraktion B90/Grüne, 06/2011]]
 
== Erwartungen an die Stadtwerke Energie Jena - Pößneck GmbH  ==
 
Die Stadtwerke müssen sich intensiv am Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung in unserer Region beteiligen. Hier haben sie bereits gute Arbeit geleistet. Angesichts der nach dem Atomausstieg zu erwartenden guten wirtschaftlichen Bedingungen und großen technischen Fortschritte sollen sie dies mit noch verstärktem Engagement fortsetzen.
 
== Akzeptanz von Anlagen für Erneuerbare Energien  ==
 
Fortschritte beim Ausbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerberer Energien hängt nicht nur vom Energieversorger, sondern auch oder mancherorts hauptsächlich von der Akzeptanz der Bürger und Verbände vor Ort ab. Beispielsweise wollen die Stadtwerke Wolfhagen GmbH ab 2015 die Stadt Wolfhaben zu 100% mit Erneuerbarer Energie versorgen und benötigen dazu die Baugenehmigung für vier Windkraftanlagen. Um dafür die politische Akzeptanz per Bürgerbeteiligung zu fördern wurde am 28. März 2012 die [[BürgerEnergieGenossenschaft Wolfhagen]] gegründet.
 
== Aktivitäten der BürgerEnergie Jena  ==


Innerhalb der BürgerEnergie Jena eG befasst sich die [[Arbeitsgruppe 5: Erneuerbare Energieprojekte]] mit Projekten zu Erneuerbaren Energien in der Region. Ferner ist das 6. [[BürgerEnergieTreffen]] am 25.9.2012 diesem Thema gewidmet. <br><br> <br>


[[Category:Kommunale_Energiepolitik|Kommunale_Energiepolitik]] [[Category:Erneuerbare_Energien]]
[[Category:Kommunale_Energiepolitik|Kommunale_Energiepolitik]] [[Category:Erneuerbare_Energien]]

Aktuelle Version vom 15. Februar 2025, 17:42 Uhr

Während die Stromversorgung der Haushalte durch die Stadtwerke in Jena seit 2013 - basierend auf Herkunftsnachweisen - bereits zu 100% auf der Basis Erneuerbarer Energien erfolgt und Deutschland-weit zu etwa 60% und insgesamt gut vorankommt, basiert die Wärmeversorgung bisher nur zu wenigen Prozent auf Erneuerbaren Energien.

Die Bereitstellung von Strom (Elektrizität) aus Erneuerbaren Energiequellen (EE) macht gute, wenn auch in Jena nicht hinreichende Fortschritte. Diese Aussage für Jena oder regional für Jena und Umgebung oder Thüringen quantiativ zu fassen ist schwierig, weil es da verschiedene Perspektiven und Möglichkeiten der räumlichen Abgrenzung gibt, die hier beleuchtet werden sollen. Wir beginnen mit Thüringen, weil Jena nie energetisch autark sein kann.


Strombeschafftung der Stadtwerke Jena

Die Strombeschaffung der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck zu 100% mit Ökostrom erfolgt zum größten Teil aus europäischer Wasserkraft (Skandinavien, Frankreich, Österreich, Deutschland, Schweiz, Skandinavien) mit Herkommensnachweisen, die durch den TÜV-Nord zertifiziert sind. Nach diesem Etappen-Erfolg, ist es nun Ziel, die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aus eigenen Anlagen der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (inklusive Beteiligungen) und insbesondere aus Anlagen der Region (Thüringen) zu erhöhen.

Stromerzeugung im Netzbereich der Stadtwerke Energie Jena

Nach Angaben des Marktstammdatenregisters (https://www.marktstammdatenregister.de) gibt es in Jena Anfang des Jahres 2025 insgesamt 2755 PV-anlagen mit einer Gesamtleistung von 27,7 MW.

darunter 2,4 MWp (2 MW) vom Solarpark Ilmnitz, der als Freiflächenanlage auf der ehemaligen Hausmülldeponie vom Kommunalservice Jena (KSJ) betrieben wird.) Alle anderen PV-Anlagen in Jena haben eine Leitung von kleiner als 700 kWp.

Im Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung (Februar 2025) wird berichtet, dass in Jena am 13.12.2024 insgesamt 2669 PV-Anlagen gelistet sind mit einer Nettoleitung von 24,6 MW, wobei 90% der Anlagen nicht größer als 10 kWp sind und 55% kleiner als 5 kWp.

Laut Martstammdatenregister sind 2028 PV-Anlagen in Jena bauliche Anlagen, i.d.R. Auf-Dach-Anlagen, davon haben 22 eine Leistung größer 100 kWp, davon 3 im Eigentum der Stadtwerke Energie Jena Pößneck GmbH (Sparkassenarena 237 kWp, Jenaer Nahverkehr 200 kWp, Schwimmsporthallte Lobeda-West 135 kWp).

8 Anlagen sind Freiflächenanlagen (davon außer der vorgenannten 2,4 MW-Anlage, noch eine 634 kWp-Anlage in Issertedt, die weiteren 6 Anlagen mit nur je wenigen kWp) und die restlichen 719 Anlagen sind "Balkonkraftwerke" (Steckerfertig Anlagen)

Weiterhin:

  • 9,5 MW Windkraft (6 Anlagen, neben 2 kleineren Anlagen bis 100 kW handelt es sich um je 2 in Bucha bzw. Dornburg/Camburg mit 2,3 bzw. 2,5 MW)
  • 6,8 MW Biomasse (8 Anlagen, davon die u.g. Anlagen in Hermsdorf, Zwätzen und Milda/Zimmeritz mit 4,3 MW)
  • 4,2 MW Wasserkraft (10 Anlagen, davon 2,4 MW die u.g. Anlagen am Burgauer-, Rasenmühlen- und Paradieswehr)
  • 1,1 MW Deponiegas (4 Anlagen)

Anlagen zur Gewinnung Erneuerbarer Energien der Stadtwerke Energie Jena - Pößneck GmbH, Beteiligungen oder anderen Unternehmen in Jena

Ingesamt wurden 24,9 MW elektrische Leistung installiert, davon

  • 21,9 MW durch Beteiligung an Windkraftanlagen an Land (onshore, 13,9 MW) in verschiedenen Bundesländern, einschließlich Thüringen und in der Nordsee (offshore, Borkum, 7 MW).

Kleinere Leistungen sind in der Region installiert mit (2,3 MW (el.) das Biomasse-Heizkraftwerke Hermsdorf, wurde wegen gestiegenen Holzpreises auf Erdgas und Großwärmepumpe umgestellt)

  • 1,1 MW ist mit den Biogasanlagen und ein noch kleinerer (0,5 MW) mit PV-Anlagen.

Bei der Stromerzeugung sieht es aufgrund der Stetigkeit der Bioenergieanlagen etwas günstiger für die in Jena installierten Anlagen aus: Von den insgesamt 75 GWh, die erneuerbar von den Stadtwerke Energie Jena - Pößneck GmbH (SWEJP) und und deren Beteiligungen erzeugt wurden stammen 54 GWh aus den o.g. Windkraftanlagen und 21 GWh aus den Biogasanlagen (8,6 GWh) und vor allem aus dem Biomasseheizkraftwerk Hermsdorf (11,9 GWh). Ein relativ kleiner Anteil von 0,449 GWh stammt aus PV-Anlagen. Die stetige Energieproduktion mit den Bioenergieanlagen wird auf die Dauern nicht sinnvoll sein, weil deren Hauptvorteil gegenüber der EE-Produktion aus Wind und PV in der Speicherbarkeit liegt, also dann flexibel zum Einsatz kommen sollte, wenn der Wind nicht ausreichend weht und die Sonne nicht genügend scheint. Außerdem ist der Flächenbedarf für die Erzeugung von Bioenergie im Vergleich zu Wind und Sonne deutlich höher. In der Region Jena besteht aber Flächenmangel. Die Bioenergie ist künftig von Bedeutung für den flexiblen Einsatz von Regelenergie. Die mengenmäßig entscheidenden Beiträge für EE werden aus PV und Windenergie kommen müssen.

Der insgesamt von SWEJP und ihren Beteiligungen (Thüga, Trianel) erneuerbar erzeugte Strom von 75 GWh ist etwa 27% des Betrages, den die SWEJP pro Jahr an Strom vertreibt (281 GWh). Die 21 GWh, die die SWEJP in eigenen Anlagen erneuerbar erzeugt, sind 7,5% des von den SWEJP vertriebenen Stroms.

Die energetische Verwertung des Bioabfalls der Stadt Jena ist bisher nicht gelungen.

Nachfolgend werden die Anlage zur Erzeugung von EE aus Anlagen der SWEJP und deren Beteiligungen im Detail genannt, wobei auch Anlagen aus dem Stadtbereich anderer Eigentümer (mit * gekennzeichnet) einbezogen werden.

Quellen:

  • ThINK- Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Kurzbericht zur Umsetzung des Leitbildes Energie und Klimaschutz der Stadt Jena. Monitoring 2017. Auftraggeber: Stadt Jena, Jena, Januar 2018

Photovoltaik (PV)-Anlagen


Elektrische Leistung

[kWp]

Elektrische Arbeit

[MWh/a]

Jena Ernst-Abbe-Sportfeld (nicht mehr in Betrieb wegen Stadionneubau) 19
15
Jena Grietgasse
3,4
2
Jena Göschwitzer Straße
89,6
74
Jena Werner-Seelenbinder- Straße
117
109
Sparkassen-Arena Jena-Burgau
237,5
221
Jenaer Nahverkehr Betriebshof Burgau
200
168
Schwimmsporthalle Lobeda-West
135
125
Solarpark Ilmnitz*
2140
2000
Summe
2806
2588
  • Kommunalservice Jena (KSJ)


Im Jahr 2015 wurde in Solarthermieanlage in Winzerla als Pilotprojekt zur Erprobung der Einspeisung ins Fermwäremetz installiert.

Wasserkraft-Anlagen


Elektrische Leistung

[kW]

Elektrische Arbeit

[MWh/a]

Remderoda
18
124
Mühltal
15
100
Paradieswehr*
620
2.556
Rasenmühlenwehr*
618
2.432
Burgauer Wehr*
1.200
4.478
Summe
2.471
9.690
  • Die 3 größeren der genannten Anlagen sind nicht im Eigentum der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck, sondern im Eigentum der enPlan Wasserkraftwerke Jena GmbH & Co. KG mit Sitz in Lossatal (Sachsen).


Biomasse-Anlagen


Elektrische Leistung

[MW]

Thermische Leistung

[MW]

Stromproduktion

[GWh/a]

Wärmeproduktion

[GWh/a]

(Biomasseheizkraftwerk Hermsdorf)*
(2,3)
(8)
(12)
(32)
Biogasanlage Zwätzen
1,4

10
10
Biogas Milda
0,6

4,8

Summe
2,0

14,8
10
  • Das Biomasse-Heizkraftwerke wird seit 2019/2020 aus Gründen gestiegener Holzkosten nicht mehr mit Holz, sondern mit fossilem Erdgas betrieben, aber mit Wärmepumpen.

Quellen:

Windkraft-Anlagen


Elektrische Leistung (Anteil) [MW]

Elektrische Arbeit

[GWh/a]

1,9% Anteil am Offshore-Windpark Borkum
7
25
4,1% Anteil an Trianel Onshore Windkraftwerke, Aachen
3
6
4,8% Anteil an Thüga Erneuerbare Energien, München
11*
23
Summe Windkaft (anteilig)
21
54
  • davon 1,8 MW Anteil an Thüringer Windparks (Wangenheim/Hochheim, Rastenberg, Olbersleben)

Quellen:

Bürgersolaranlagen

Viele Jenaer Bürger haben auf ihren privaten Immobilien (z.B. Wohnhäusern) Solaranlagen (Photovoltaik und Photothermie) erreichtet und betreiben diese. Auf öffentlichen Gebäuden gibt es in Jena 4 Bürgersolaranlagen mit einer Gesamtleistung von 147,5 kWp, an denen Jenaer Bürger anteilig beteiligt sind.


Aktivitäten der BürgerEnergie Jena

Innerhalb der BürgerEnergie Jena eG befasst sich die Arbeitsgruppe 5: Erneuerbare Energieprojekte mit Projekten zu Erneuerbaren Energien in der Region. Bisher betreibt die BürgerEnergie Jena eG noch keine eigenen EE-Anlagen.

Die Arbeitsgruppe 3: Unsere Erwartungen an die Unternehmenspolitik der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck entwickelt Vorschläge, wie die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck den Ausbau der Erneuerbaren Energie fördern können.

Die BürgerEnegie Jena eG ist an benachbarten BürgerEnergie-Genossenschaften beteiligt, die EE-Anlagen errichtet:

  • BürgerEnergie Saale-Holzland eG
  • Energiegenossenschaft Rittersdorf eG
  • Bürgerkraft Thüringen eG

Die BürgerEnergie Saale-Holzland eG hat PV-Anlagen in Jena errichtet:

  • Gesamtschule "Universaale" am Rasenmühlenwehr: 40 kWp
  • Tierheim Jena: 16 kWp

weitere sind geplant:

  • Ganztagsschule Steinmaleins Jena (Susanne-Bohl-Str. 2): 30 kWp
  • Kita Billy (Ammerbacher Str. 23): 30 kWp

Die Energiegenossenschaft Rittersdorf eG betreibt verschiedene PV-Anlagen darunter eine Freiflächenanlage (1,5 MWp) und ist finanziell an 2 Windkraftanlagen beteiligt.