Benutzer:Graubner

Aus Bürgerenergie Jena
Version vom 12. Februar 2013, 14:12 Uhr von Graubner (Diskussion | Beiträge) (Konzept für die Arbeitsgruppe "Innovative, umweltverträgliche Konzepte bei der Heizungserneuerung")
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Vorschlag für neue Arbeitsgruppe: Innovative, umweltverträgliche Konzepte bei der Heizungserneuerung

Ca. alle 20 Jahre müssen in Wohnhäusern die Heizungen erneuert (ausgetauscht) werden. Bei inzwischen über 600 Mitgliedern bei BEJ betrifft das Thema also jährlich etwa 30 Mitglieder, Tendenz steigend.

Die einfachste Lösung lautet: Alten Ofen raus, neuen Ofen für dieselbe Energiequelle rein (vielleicht mit etwas verbesserter Ausnutzung der zugeführten Wärmeenergie) und gut ist. Intelligenter jedoch ist es, die verschiedenen Optionen neu zu prüfen: Kraft-Wärme-Kopplung, Erdwärme, Solarwärme, Holzpellet usw., gegebenenfalls Kombinationen davon können wesentlich umweltfreundlicher und langfristig auch sparsamer bzw. energetisch vorteilhafter sein, als die traditionelle Öl/Gas/Kohle-Heizung. Selbst da, wo ein Anschlusszwang an Fernwärme besteht, wäre es denkbar, dass z.B. eine ergänzende Solaranlage zur Wärmegewinnung hinsichtlich Umwelt und Kosten Vorteile bringt.

Das Thema ist nicht nur für Hauseigentümer relevant: Die Mieter zahlen letztlich über die Heizkostenabrechnung für die Fehler, die der Hauseigentümer bei der Wahl der Heiztechnologie macht.

Selbst für die BEJ als Einlagen-Genossenschaft könnte das Thema interessant sein: Erhöhte Investitionskosten könnte BEJ bei mangelnder Liquidität der Projektträger z.B. über eine Beteiligung an den Projekten (insbesondere solchen, bei denen überschüssige Energie verkauft wird).

Zielgruppe (sowohl als Mitarbeiter auch als Nutzer der Ergebnisse) der AG sind somit:

  • Projektträger, Hauseigentümer
  • Mieter
  • Bedingt: Anbieter von Heizungssystemen
  • (Voraussetzung: Sie sind nicht primär an der Durchsetzung ihrer eigenen Technologien interessiert sondern verstehen sich zwar als Experte für Ihre Technologien sind aber offen auch für andere Lösungen)
  • Bedingt: Lieferanten/Abnehmer von Energie(trägern)
  • (Voraussetzung: Sie sind nicht primär am Verkauf/Einkauf ihrer eigenen Energien interessiert sonden verstehen sich zwar als Experte für Ihre Energien sind aber offen auch für andere Energieträger)
  • Sonstige Interessierte

Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollten sein:

  • Erarbeitung von (Auswahl-)Kriterien für umweltfreundliche Heizsysteme
  • Bewertete Informationssammlung, was möglich ist (technisch, rechtlich, finanziell, aus ökologischer Sicht) – z.B als Unter-Wiki auf der BEJ-Website
  • Liste von bereits existierenden Referenzprojekten
  • Ansprechpartner für Träger konkreter Projekte (mit Rückfluss der dabei gewonnenen Informationen in die AG)
  • Unterstützung für Träger konkreter Projekte insbesondere auch bei Themen, die die Stadtwerke oder die Kommunen im Einzugsgebiet der BEJ betreffen durch Nutzung der innerhalb von BEJ vorhandenen Kontakte
  • Sammlung relevanter Adressen
  • Sammlung von Fördermöglichkeiten

Arbeitsweise

Da das Thema insgesamt sehr komplex ist, würde ich vorschlagen, dass die AG sich zwar einen allgemeinen Überblick über die aktuelle Situation/Möglichkeiten verschafft, für die verschiedenen Lösungen aber anhand konkreter Projekte sich in die Tiefe hineinarbeitet. (Es macht wenig Sinn, sich mit konkreten Technologien, z.B Erdwärme, näher zu befassen, wenn es kein Projekt gibt, bei dem diese als Lösung in Frage kommt.) Somit wäre die AG zu einem gut Teil von den konkreten Problemen ihrer Mitglieder bzw. der Projektträger mit Kontakt zur AG getrieben.

Hintergrund des Vorschlags

In dem Haus, in dem ich wohne, steht eine Heizungserneuerung an. Somit habe ich ein unmittelbares Interesse an dem Thema, selbst wenn sich aufgrund der Randbedingungen am Ende nur die konventionelle Gastherme die Lösung der Wahl sein sollte. Ich wäre auch bereit, die Arbeitsgruppe zu leiten (über den zeitlichen Horizont hinaus, den das Thema mich selbst betrifft).

Johannes Graubner